Photovoltaikanlage bei Haas Gewerbebau
Photovoltaik für Unternehmen
Einige Bundesländer möchten in naher Zukunft eine Photovoltaik-Pflicht für Gewerbe-Neubauten einführen.

Photovoltaikanlagen für Gewerbe-Neubauten

Wird bald jedes neue gewerbliche Gebäude Solarstrom erzeugen?

Der Klimawandel bringt es mit sich, dass es wohl auch in Zukunft mehr als genug Sonnenenergie geben wird. In der Solarenergie liegt somit großes Potenzial für mehr Klimaschutz. Um den Ausbau der Solarenergie noch weiter voranzutreiben, haben einige Bundesländer daher beschlossen, eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten einzuführen. Vorreiter ist Hamburg: Hier gilt die Verpflichtung zur Photovoltaiknutzung ab 2023. Und auch Baden-Württemberg plant ab 2022 eine Pflicht zur Photovoltaikanlage für Nicht-Wohngebäude. In Bayern soll die Solarverpflichtung bereits ab 2021 für gewerbliche Bauten gelten.

Photovoltaikanlagen für Unternehmen: eine lohnende Investition

Nach Hamburg und Baden-Württemberg hat auch Bayern im Juli 2020 angekündigt, dass künftig auf jedem Neubau im Freistaat verpflichtend eine Photovoltaikanlage Solarstrom sammeln soll. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) möchte die Solar-Offensive sogar schon 2021 starten: Im ersten Schritt soll dann jedes neu errichtete, gewerblich genutzte Gebäude in Bayern verpflichtend mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. In einem zweiten Schritt ist geplant, die Photovoltaik-Pflicht für Neubauten ab 2022 auch auf private Wohnbauvorhaben auszuweiten. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sagte der Ministerpräsident: „Wir wollen die Solarenergie fördern, weil wir mehr Sonne haben als andere und weniger Wind.“ Das Ziel, das die Regierungen der Bundesländer mit der Einführung einer solchen Verpflichtung zur Photovoltaikanlage verfolgen: die Energiewende vorantreiben und den Anteil von Strom aus erneuerbarer Energie erheblich steigern. Gerade Unternehmen mit großen Dachflächen auf Hallen, Produktions- und Bürogebäuden bieten für die Installation von Photovoltaikanlagen ein riesiges Flächenpotenzial. Darüber hinaus können die Produktion und die Nutzung des eigenen Solarstroms in einem Unternehmen auch wirtschaftlich gesehen ein Gewinn sein – vorausgesetzt die Solarstrom-Anlage wurde richtig geplant und ausgelegt.

Kosten für Photovoltaikanlage durch Förderung minimieren

Um die Mehrkosten für eine verpflichtende Photovoltaik-Anlage möglichst niedrig zu halten, plant die bayerische Staatsregierung mit der Einführung des Gesetzes auch die Förderung auszuweiten. Näheres zu eventuellen neuen Förderprogrammen auf Landesebene oder auch die Änderung von bestehenden Förderungen ist allerdings noch nicht bekannt. Schon jetzt können sich Unternehmen aber über verschiedene Photovoltaik-Förderungen finanziell bei der Umsetzung einer Solarstrom-Anlage unterstützen lassen.

Aktuelle Förderung für Photovoltaik-Anlagen für Unternehmen

Die Investition in eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus solarer Energie bringt einem Unternehmen viele Vorteile. Zum einen ist eine Photovoltaikanlage ein weiterer Baustein, um sich nachhaltig aufzustellen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Zum anderen verspricht die Stromerzeugung über Photovoltaik auch über Jahre attraktive Renditen, nicht zuletzt auch aufgrund der Förderung, die der Staat im Zuge der Energiewende für Photovoltaik bereithält. Die wichtigsten Förderprogramme, die Unternehmen nutzen können, sind:

  • Photovoltaik-Förderung über die KfW-Bank
  • Förderung über die Einspeisevergütung
  • Photovoltaik-Förderung der Bundesländer, Städte und Gemeinden

Förderung über die KfW und Einspeisevergütung

Für die Anschaffung einer Solarstrom-Anlage vergibt die KfW-Förderbank Zuschüsse und zinsvergünstigte Kredite auch an Unternehmen. Konkret unterstützt sie Photovoltaik-Projekte unter anderem über das Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Standard“ (Stand: Oktober 2020). Daneben erhalten alle Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis 100 kWp auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde (kWh) Solarstrom 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung vom Netzbetreiber. Betreiber größerer Anlagen ab 100 kWp Nennwert-Leistung müssen ihren Solar-Strom direkt vermarkten.

Wie hoch die Einspeisevergütung ist, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Leistung der Photovoltaikanlage in Kilowattpeak (kWp), der Art der Aufstellung (also ob es sich um eine Anlage auf dem Dach oder auf einer Freifläche handelt) und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Mit der Inbetriebnahme bleibt die Einspeisevergütung – wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von 20 Jahren gleich – und bietet damit sichere und regelmäßige Einnahmen für das Unternehmen bzw. den Eigentümer der Photovoltaik-Anlage. Es gilt der Grundsatz: Je größer die Anlage ist, desto niedriger fällt die Einspeisevergütung aus. Der Betrag der Einspeisevergütung verringert sich zudem regelmäßig pro Monat. Wie viel Cent pro Kilowattstunde (kWh) es derzeit für die Einspeisung von Solarstrom aus Neuanlagen ins Stromnetz gibt, ist aus den aktuellen Sätzen der Einspeisevergütung ersichtlich, die die Bundesnetzagentur regelmäßig auf ihren Online-Seiten veröffentlicht.

Photovoltaikanlagen eine rentable Investition

Doch selbst, wenn es die Einspeisevergütung aus dem EEG nicht geben würde, bieten eigene Photovoltaikanlagen für Unternehmen viele Vorteile. Wichtig ist, dass die Anlagen passend dimensioniert werden, sodass sie über die Jahre einen hohen Eigenverbrauch ermöglichen. Denn je höher der Eigenverbrauch im Unternehmen ist, desto höher ist auch die Kosten-Ersparnis durch die Solar-Anlage. Der Betrieb muss den Strom schließlich nicht teuer zukaufen. Allerdings muss ab einer Anlagengröße über 10 kWp die EEG-Umlage auf den selbst erzeugten und eigenverbrauchten Strom gezahlt werden. Zudem fallen auch Kosten für die Wartung an. Dennoch rechnen Experten auch noch im Jahr 2020 mit zweistelligen Renditen, die Solarstromanlagenbetreiber erwirtschaften können.

Der eigenerzeugte Solar-Strom vom Büro- oder Hallen-Dach kann unter anderem den Mitarbeitern zugutekommen, indem diese während der Arbeitszeit ihre Elektrofahrzeuge an firmeneigenen Solartankstellen vergünstigt oder gar kostenfrei laden können. Auch der unternehmenseigene Fuhrpark könnte so von der Energie aus der Photovoltaikanlage profitieren. Wir von Haas Gewerbebau erklären Ihnen im Rahmen der Planung Ihres neuen Gewerbebaus gern, wie sich durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage die Gesamtenergiebilanz ihres neuen Industriegebäudes verbessern kann.

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